• TanteRegenbogen@feddit.org
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    4 days ago

    Bei mir im Dorf haben 44,6% AfD gewählt. Habe so einige zur Rede gestellt. Ausrede: Protestgewählt.

    Hab den klargemacht, dass die AfD für queere Personen wie mich eine existenzielle Gefahr ist. Antwort: Man wusste nicht, dass die AfD so schlimm ist.

    Da fühlt man sich so als sei man von Idioten umgeben.

    • Cart@troet.cafe
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      6 days ago

      @TanteRegenbogen @instantnudel
      Sorry, aber mit “Protestwahl” muss mir keiner mehr kommen. Es ist inzwischen genug über die AfD raus gekommen, dass jeder, der es nicht aktiv leugnet, weiß womit man es zu tun hat. Vielleicht ist man zu tief in irgendeiner Verschwörungstheorie oder doof wie n Meter Feldweg…oder halt einfach n Nazi. Aber Protestwahl? Es mangelt in DE nun wirklich nicht an Parteien. Wenn man “Protestwählen” will, muss man keine Nazis wählen…

    • Gladaed@feddit.org
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      5 days ago

      Weißgemacht??? Das würde bedeuten dass das unwahr ist. Du meinst klar gemacht.

      • TanteRegenbogen@feddit.org
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        4 days ago

        Die Unwahrheit war dass die Partei nicht queerfeindlich sei, weil Weidel Vorsitzende ist. Ich hab dann denen klar gemacht, dass das nicht stimmt.

        • Gladaed@feddit.org
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          5 days ago

          Weißmachen sagt man nur wenn die Vermittelte Sache unwahr ist, Tantchen ;). D.h. du hast geschrieben, die AFD wäre in Wahrheit gar nicht queerfeindlich (offensichtlich nicht das, was du meintest).

          So pedantrie fertig. Das war doch was für Kinderärzte…

    • Hubi@feddit.orgM
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      6 days ago

      Man wusste nicht, dass die AfD so schlimm ist.

      Hört sich zumindest so an als wäre es ihnen bewusst geworden?

  • superkret@feddit.org
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    6 days ago

    Ne Freundin von mir ist in Ostdeutschland aufm Dorf aufgewachsen.
    Was sie erzählt hat:
    Damals (späte 90er) hatte da noch jedes größere Dorf einen Jugendtreff.
    In der Hälfte der Dörfer war der voller Punks, in der anderen Hälfte voller Nazis.
    Ob du Punk oder Nazi wurdest, hing also allein von dem Zufall ab, in welchem Dorf du geboren wurdest.
    Die einzige andere Alternative war, sich sozial völlig zu isolieren.

    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass inzwischen nicht mehr so viele Punker-JUZe übrig geblieben sind.

  • Captain Baka@feddit.org
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    6 days ago

    Leider recht akkurat. Fehlt aber noch ein kleines Stück mit “sind Schwurbler geworden” dann stimmts zu 100%.

  • PonyOfWar@pawb.social
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    6 days ago

    Meine Dorffreunde sind tatsächlich alle links geblieben. Allerdings auch alle außer mir in Großstädte gezogen.

    • NewDay@feddit.org
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      6 days ago

      Ist verständlich, da man so in Unterzahl ist, wenn man links ist und auf dem Land lebt. Die Politik, die Vereine, die Gemeinschaft ist gegen einen. Ich habe es gehasst im Sauerland aufzuwachsen. Bahnhof wird getötet, damit dort ein Schwimmbad und ein McDonald’s stehen kann, ÖPNV fährt zu selten und meine Schule hatte Wände mit Rissen. Als ich für das Studium nach Dortmund gezogen bin, hat es mein Leben verändert.

      Ich bin übrigens auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, weil ich Epilepsie habe und zwar, laut der ärztlichen Meinung, auch wieder fahren kann, möchte ich es nicht. DSW21 ist zwar auch nicht immer pünktlich oder zuverlässig, aber es war um Welten besser.

      • PonyOfWar@pawb.social
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        6 days ago

        Ja, verständlich ist es. Ich selber habe ein knappes Jahr in einer Großstadt gewohnt aber bin dann zurück in mein Heimatdorf gezogen. Zu viele Menschen, Stress und Schmutz und zu wenig Natur. Dazu in einer winzigen Einzimmerwohnung für eine überteuerte Miete gewohnt. Ich bin glücklicher auf dem Dorf und habe mehr Geld. Meine politische Meinung ist hier nicht der Mainstream aber angefeindet wurde ich noch nie, auch wenn ich nicht gerade “konform” auftrete. Rechtsextremismus ist hier zum Glück auch nicht so verbreitet (auch wenn er, wie überall in Deutschland, leider stärker wird). Manchmal gibt es auch positive Entwicklungen, gerade bei Radwegen hat sich hier viel getan. Ich kann den Reiz der Großstadt aber verstehen, gerade wenn ich auf die Vereine, Volksfeste usw hier schaue habe ich manchmal das Gefühl dass ich am Ende des Tages doch nicht wirklich hier her passe. Aber einen perfekten Ort gibt es denke ich nicht.

  • azolus@slrpnk.net
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    6 days ago

    Das trifft härter als erwartet :c

    Dafür hab ich aber auch später viele neue Freundschaften bei links-grün versifften Organisationen gefunden und die alten Freundschaften, die noch gehalten haben, sind jetzt stabil links 😎

  • cows_are_underrated@feddit.org
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    6 days ago

    Zum Glück bei mir bis jetzt nicht der Fall gewesen. Aber hatte auch nie so viele Freunde aus meinem Dorf.

    Habe nur zwei die rechte Tendenzen zeigen, aber die sind nicht rechts, sondern nur uninformiert.

  • ValiantDust@feddit.org
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    6 days ago

    Hm, weiß nicht, die Leute, die bei mir im Heimatdorf jetzt Nazis sind, waren schon immer zu rechts für mich und ich hatte wenig Kontakt zu denen. Aber liegt vielleicht auch daran, dass ich das Glück hab, dass meine Eltern auch links-grün versifft sind und sich eher mit einer Bubble aus Leuten umgeben haben, die ähnlich drauf sind, und ich mit deren Kindern rumhing. Das Schlimmste, was da rauskam, war Homöopathiegeschwurbel.

      • Yssedrauld@feddit.org
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        6 days ago

        War ja damals auch einer so wie alle anderen. Zum Glück bin ich im Internet mit Leuten und Meinungen von Leuten in Kontakt gekommen die keine Vollidioten sind.