Wie wäre es damit, den Führerschein einfach zum Teil der schulischen Ausbildung zu machen? Gibt es einen Grund warum das privatisiert sein muss?
Mal abgesehen davon, dass ich absolut nichts davon halte, wäre ich doch mehr als überrascht wenn diese Subventionen so ausgestaltet werden würden, dass sie tatsächlich beim Verbraucher ankommen - und nicht nur in den Taschen der Fahrschulen landen.
Ich habe schon lange nicht mehr darauf geachtet, aber es würde mich wundern wenn Fahrschulen nicht wie jeder andere Bereich im Dienstleistungssektor auch konsolidieren würden, spätestens seit Corona. Gibt es mittlerweile evtl. große Fahrschulketten, die sich eine Lobby leisten können, die die CSPDU schmiert?
Ich will nicht dafür bezahlen, dass Teenager mir den Gegweg zuparken
Land und Kapital, Hand in Hand.
Nachdem man den Städtern ihr DE-Ticket subventioniert, kann man den Leuten, die außerhalb leben und denen so ein Ticket nichts nützt, auch den überlebenswichtigen Führerschein subventionieren, ja.
Ja, aber nein. Aktuell ist das Auto auf dem Land faktisch Pflicht (je nach Region mal mehr, mal weniger). Ohne geht es halt nicht. Der Weg aus dieser Situation muss der Ausbau des ÖPNV auf dem Land ausbaut und nicht diese Abhängigkeit weiter zementiert.
Gerne darf man uns hier auch etwas ÖPNV gönnen. Ist aber eher unrealistisch, darauf zu hoffen.
Warum nicht der Landbevölkerung besseren ÖPNV subventionieren, damit diese auch vom Deutschlandticket profitieren können? Da wäre ich mit vollem Herzen dabei. Bei mehr Brummbrumm zum Abfuck Aller eher nicht.
Gibt außerdem halt auch auf dem Land Leute die aus verschiedenen Gründen kein Auto fahren können/wollen (Senioren, Menschen mit Behinderung, Linksgrünversiffte Gutmenschen wie ich). Wo bleiben die in deiner Rechnung?
Wäre schön, bezahlt aber keiner. Und meine mobilitätseingeschränkte Frau ist auch nicht glücklich, am P+R drei sehr hohe Stufen in die Straßenbahn zu klettern, insofern ist ÖPNV nicht immer die behindertenfreundliche Lösung.
Wäre schön, bezahlt aber keiner.
Naja, keiner aus den Autohirnparteien, soweit stimmt das schon.
Länder wie die Niederlande bekommen es irgendwie hin das zu finanzieren und umzusetzen, inklusive barrierefreiem Einstieg. Weißt du was Straßen kosten? Gute Verkehrspolitik schafft nicht nur Lebensqualität für Alle, inklusive der paar Autofahrer, die dann immer noch darauf angewiesen sind (weil die Straßen dann leerer sind), sie spart auch noch Geld. Das ist keine nicht-Können Situation, sondern eine nicht-Wollen Situation. Die rechten Parteien wollen keine gute Verkehrspolitik oder sabotieren diese absichtlich wo sie entsteht (siehe Berlin), damit die reaktionäre Brummbrumm-Fraktion mit ihrem Vorstellungskraftdefizit den Abstieg in den Faschismus sichert.
Auch sonst zahlt das keiner. Weil es eben teuer ist. Und auch für den Bus braucht man Straßen.
Straßen (und Brücken, Kreuzungen, Autobahnen) sind verhältnismäßig sehr teuer in den laufenden Kosten. Mehr Autos, mehr Wartung. Mehr Autos, mehr Spuren (was wissenschaftlich belegt Unsinn ist), mehr Verkehr, mehr Wartung. Mach alles Deutschlandweit einspurig, Güterverkehr zu 90% auf die Schiene, max. Tempo 100 außerorts, Tempo 30 innerorts, große Kreuzungen zu Kreisverkehren, kleine Kreuzungen rechts vor links, Wohnstraßen mit Pflastersteinen. Das Geld was du damit sparst reicht vielfach um einen flächendeckenden ÖPNV auszubauen und den Bürgern die Tickets zu schenken, ganz zu schweigen was sich die Menschen selbst sparen, weil sie kein Auto mehr durchfüttern müssen. Und dann ist da halt noch die Lebensqualität in Form von sauberer Luft, weniger Lärm, schönere Städte, mehr Platz, weniger Tod, mehr Miteinander statt Einpersonenblechpanzer. Wo das gemacht wird, funktioniert es und alle sind glücklicher.
Befasse dich vielleicht einfach erst mit dem Thema bevor du so unreflektiert herumparolisierst. Du wärst überrascht über die Frivolitäten, die wir uns aus Autofetischismus gesellschaftlich leisten, weil das einfach niemand mehr hinterfragt, wohingegen beim ÖPNV jeder Cent zweimal umgedreht wird.
PS, bevor du daher kommst: Nein, das setzt man nicht alles auf einmal in einem Gesetz an einem Tag um, das wird ein paar Jahrzehnte dauern. Wir reden hier auch erstmal darüber uns nicht in die Gegenrichtung (siehe Topic) zu bewegen.
Ich habe mich mit dem Thema durchaus befasst. Aber ich bevorzuge Realismus über Träumereien. Natürlich wäre es toll, kein Auto mehr brauchen zu müssen, aber mit “ein paar Jahrzehnten” wirst du wohl kaum hinkommen. Selbst wenn die Gesellschaft so ziemlich alles stehen lässt, um nur noch Verkehrswende zu machen.
Reaktionärer Blödsinn. Aber wirst du schon in 10-20 Jahren sehen wenn sich eh keiner mehr ein Auto leisten kann. Dann wären wir froh wenn wir Infrastruktur gebaut hätten. Aber das wird bei dir nicht anders sein als bei den Klimaleugnern… das will dann keiner mehr gewesen sein.
Selbts wenn man diesen kruden Argumentation folgen würde, sind Autos immer noch umweltschädlicher
Das mag ja sein, aber was willst Du ohne ÖPNV machen?